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Autor: zera

Maral Salmassi: Stellungnahme zu einer politisch-aktivistischen Pressekampagne

Maral Salmassi und das ZERA-Institut:

Stellungnahme zu einer politisch-aktivistischen Pressekampagne


Seit November ist Maral Salmassi, Gründerin des ZERA-Instituts, Ziel einer orchestrierten Pressekampagne.

Die Berichterstattung über sie und das ZERA-Institut entspricht nicht kritischem Journalismus, sondern folgt einem erkennbar politisch-aktivistischen Muster: selektive Darstellung, systematische Auslassungen, suggestive Zuspitzungen und unbelegte Behauptungen.

Besonders gravierend ist der Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen in der Berichterstattung des SPIEGELs. Forschungsmitarbeiterinnen, Social-Media-Mitarbeiterinnen und Analystinnen wurden in einer Weise dargestellt, die nicht nur ihre fachliche Kompetenz infrage stellt, sondern sie zugleich persönlich diskreditiert und stellenweise einen deutlich sexistischen Unterton aufweist. Qualifikationen wurden ausgeblendet, Biografien verzerrt und Bilder gezielt eingesetzt, um die Glaubwürdigkeit zu untergraben. Das war keine kritische Prüfung – es war Delegitimierung.

Gleichzeitig wurde die Arbeit von Maral Salmassi und dem ZERA-Institut systematisch verzerrt dargestellt. Zentrale Leistungen – Forschung, Formate, Expertennetzwerke und Publikationen – wurden unterschlagen. Stattdessen wurde aus Fragmenten eine Skandalerzählung konstruiert, die mit der tatsächlichen Arbeit des Instituts kaum etwas zu tun hat.

Maral Salmassi hat sich zu dem Vorwurf geäußert, sie habe George Soros als „Parasit“ bezeichnet. Die Aussage ist gefallen. Sie war ein Fehler und wurde von ihr von Anfang an benannt und korrigiert.

Die Formulierung fiel im Kontext einer zugespitzten Kritik an politischen und finanziellen Einflussstrukturen innerhalb von Förder- und Diskursnetzwerken. Der gewählte Begriff war dafür ungeeignet.

Er ist historisch belastet und in diesem Zusammenhang nicht angemessen.

Die anhaltende Fokussierung auf diese einzelne, bereits eingeordnete Äußerung steht jedoch in einem auffälligen Missverhältnis zur systematischen Ausblendung tatsächlicher antisemitischer Narrative im öffentlichen Diskurs.

Auffällig ist, von wem diese Empörung getragen wird: von Akteuren, die seit Jahren Formen der Israelfeindlichkeit relativieren oder normalisieren und die Einordnung von Bewegungen wie BDS als antisemitisch ablehnen.

Die selektive Empörung folgt keinem konsistenten Maßstab – sondern politischen Opportunitäten.

Die Intensität dieser Kampagne lässt sich nicht durch angebliches Fehlverhalten erklären. Sie erklärt sich daraus, dass Maral Salmassi und das ZERA-Institut Antisemitismus nicht nur am politischen Rand thematisieren, sondern dort, wo er heute besonders virulent ist: im israelbezogenen Antisemitismus – auch in linken und islamistischen Milieus.

ZERA arbeitet auf Grundlage der IHRA-Definition. Die Arbeit des Instituts ist öffentlich zugänglich, überprüfbar und methodisch transparent.

Wer sich ein Bild auf Grundlage von Fakten machen will, findet die entsprechenden Inhalte hier:

Das Interview mit Maral Salmassi in DIE WELT (Alexander Dinger), der Kommentar von Alan Posener sowie ein Gastbeitrag in der Jerusalem Post bieten eine Einordnung, die sich an tatsächlichen Inhalten orientiert – nicht an konstruierten Narrativen.

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Neue Forschungsberichte veröffentlicht

Neue Forschungsberichte veröffentlicht

Unsere aktuellen Reports analysieren, wie sich Online-Radikalisierung, Antisemitismus und Gewaltlegitimation in digitalen Räumen entwickeln – und welche Rolle Influencer, Kommentarspalten und algorithmische Verstärkung dabei spielen. Die Berichte verbinden empirische Forschung mit konkreten politik- und praxisrelevanten Implikationen.

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Inside The Writers Room – Jüdische Literatur als Raum für Begegnung, Empathie und Perspektivwechsel | 30 Januar 2026

Inside The Writers Room –
Jüdische Literatur als Raum
für Begegnung, Empathie und
Perspektivwechsel | Januar 30, 2026


Dieser Workshop fand am 30. Januar statt.

Literatur kann mehr sein als Unterhaltung. Sie kann Räume öffnen, Perspektiven verschieben und Begegnungen ermöglichen, die jenseits politischer Schlagwörter stattfinden. In diesem Workshop widmen wir uns jüdischer und israelischer Literatur als einem besonderen Resonanzraum – nicht abstrakt oder theoretisch, sondern über Texte, Stimmen und Erfahrungen, die unmittelbar wirken.

Gemeinsam mit Ariella Chmiel und Linda Rachel Sabiers sprechen wir darüber, was Literatur bewirken kann, warum Geschichten oft mehr vermitteln als Debatten und weshalb es gerade heute wichtig sein kann, über „jüdische Literatur“ zu sprechen.

Anhand ausgewählter Textauszüge kommen wir ins Gespräch: Welche Emotionen lösen Texte aus? Welche Perspektiven eröffnen sie? Was erfahren wir über jüdisches Leben, ohne dass es explizit erklärt werden muss?

Im zweiten interaktiven Teil geht es um Vorurteile, Klischees und kulturelle Bilder. Mit einem offenen und niedrigschwelligen Ansatz untersuchen wir, wie Literatur stereotype Vorstellungen reproduzieren – oder bewusst durchbrechen kann.

Der Workshop richtete sich an alle Interessierten, unabhängig von Vorwissen. Im Mittelpunkt standen Austausch, Neugier und die Erfahrung, dass Literatur leise, aber nachhaltig unseren Blick auf die Welt verändern kann.

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Extremismus, Sprache und Verantwortung – Rückblick auf den Abend vom 29. Januar 2026


Am 29. Januar 2026 kamen Gäste im Rahmen einer Veranstaltung des ZERA Institute in der Alten Münze in Berlin zusammen, um über die Rolle digitaler Räume bei Radikalisierung, Antisemitismus und der Normalisierung von Gewalt zu diskutieren.

Nach der Begrüßung durch Maral Salmassi und Mark Pinhasov präsentierte Prof. Benjamin Folit-Weinberg zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts „Extremismus und Angriffe auf die Demokratie: Online-Radikalisierung, Antisemitismus und KI“ und übernahm die Vorstellung krankheitsbedingt für den Forschungsleiter Dr. Matthias J. Becker.

Im Zuge des Abends wurden zudem Report 1 und Report 2 veröffentlicht, die erstmals empirisch zeigen, wie illiberale Diskurse im digitalen Mainstream entstehen – und diese Befunde in eine politik- und praxisorientierte Forschungsagenda überführen.

Im anschließenden Panel „Worte haben Konsequenzen“, moderiert von Maral Salmassi, diskutierten Seyran Ateş, Ariella Chmiel, Rebecca Schönenbach und Ahmad Mansour über Verantwortung, Sprache und die Grenzen der Toleranz gegenüber extremistischen Ideologien.

Der Abend endete mit einem offenen Get-together und weiterführenden Gesprächen. Wir danken allen Gästen, Panelistinnen und Panelisten sowie unseren Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Engagement.

Worte haben Konsequenzen: Kultur, Narrative und Verantwortung im Umgang mit Antisemitismus und Extremismus

Maral Salmassi moderierte das Panel „Worte haben Konsequenzen: Kultur, Narrative und Verantwortung im Umgang mit Antisemitismus und Extremismus“ mit folgenden Gästen:

  • Seyran Ateş, Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin, Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin
  • Ariella Chmiel, Politologin und Mitgründerin von Coffee with a Jew
  • Rebecca Schönenbach, unabhängige Beraterin im Bereich Terrorismusbekämpfung und Extremismusprävention
  • Ahmad Mansour, israelisch-deutscher Psychologe und Autor arabisch-palästinensischer Herkunft

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Coffee with a Jew goes Berlin | 28.01.2026

Coffee with a Jew goes Berlin | 28.01.2026


Coffee with a Jew begann als mobile Kaffeebar:
Kaffee trinken, stehen bleiben, ins Gespräch kommen.
Niedrigschwellig, persönlich und offen für alle Fragen.

Coffee with a Jew ist ein Projekt von B’nai B‘rith München und  wurde 2024 von Daniel Gitbud und Ariella Chmiel ins Leben gerufen, um Gespräche über jüdisches Leben zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Inzwischen ist Coffee with a Jew nicht nur auf der Straße unterwegs, sondern auch in Schulen, Bildungseinrichtungen und bei Veranstaltungen überall dort, wo wir miteinander ins Gespräch kommen.

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Workshop: Radikale Narrative und Antisemitismus – Verantwortung im pädagogischen Alltag | Januar 15, 2026


In dem praxisorientierten Format des Zera Institute stand die Frage im Mittelpunkt, wie antisemitische, extremistische und demokratiefeindliche Haltungen bei Kindern und Jugendlichen entstehen – und wie pädagogische Fachkräfte ihnen im Alltag reflektiert, sensibel und zugleich wirksam begegnen können. Der Workshop bot einen geschützten Raum für Austausch und Selbstreflexion sowie für den Aufbau konkreter Handlungssicherheit. Anhand realitätsnaher Fallbeispiele wurden Gesprächsstrategien und pädagogische Ansätze erarbeitet, die Lehrkräfte dabei unterstützen, problematische Narrative frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu bearbeiten.

Gemeinsam wurde beleuchtet, wie sich antisemitische und extremistische Deutungsmuster über Familie, Peergroups oder soziale Medien verbreiten, welche Signale auf beginnende Radikalisierung oder Ausgrenzung hinweisen und welche Haltung und Sprache Kinder und Jugendliche stärken können – im Sinne von Empathie, Demokratieverständnis und sozialer Verantwortung.

Geleitet wurde der Workshop von Gabriele Rohmann, Sozialwissenschaftlerin, Journalistin und Co-Leiterin des Archiv der Jugendkulturen. Seit über 25 Jahren arbeitet sie an der Schnittstelle von Jugend-, Pop- und Subkulturen, politischer Bildung, Extremismusprävention und Medienpädagogik und berät Bildungs- und Kultureinrichtungen ebenso wie Behörden. Zweiter Referent war Thomas Riedmann, Sozial- und Kulturanthropologe und angehender Lehrer, der seit vielen Jahren als Referent der politischen Bildung tätig ist, unter anderem mit einem Schwerpunkt auf antisemitismuskritischer Bildungsarbeit.

Wir danken den beteiligten Lehrkräften für die offene, engagierte Zusammenarbeit und das große Interesse. Der Workshop hat erneut gezeigt, wie wichtig reflektierte pädagogische Praxis und fachlicher Austausch sind, um Kinder und Jugendliche frühzeitig gegen antisemitische und extremistische Narrative zu stärken.

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