Verstehen, um zu handeln – im Dienst der Freiheit.
Das Zera Institute setzt sich für die Stärkung demokratischer Werte und für eine Kultur des Respekts und der Verantwortung ein. Als in Berlin ansässiger Think Tank entwickelt es interdisziplinäre Ansätze, um den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen – Polarisierung, Extremismus, Radikalisierung, dem schwindenden Vertrauen in Institutionen, wachsendem Hass und der Erosion liberaler Prinzipien.
Wir bringen Wissenschaft, Pädagogik, Kunst, Kultur und Medien in einem gemeinsamen Raum zusammen, um auf diese Entwicklungen mit analytischer Tiefe, kulturellem Verständnis und praktischer Wirksamkeit zu reagieren. Hass und Extremismus verbreiten sich heute schneller, als klassische Institutionen reagieren können – deshalb verbinden wir Forschung mit Handlung, Reflexion mit Kommunikation.
Unser Anliegen ist es, Erkenntnisse in Verantwortung zu übersetzen und Wege aufzuzeigen, wie Gesellschaften widerstandsfähiger, klarer und menschlicher werden können.
News
Erklärung von Maral Salmassi, Vorsitzende des Zera Instituts
In einem „taz“-Artikel von Daniel Bax wird berichtet, dass ich den jüdischen Milliardär und Philanthropen George Soros in den sozialen Medien als „Parasiten“ bezeichnet habe. Dieser Vorwurf trifft zu. Ich bedaure die Äußerung von Anfang 2024 ausdrücklich. Der Begriff ist antisemitisch konnotiert und auch im Rahmen der Kritik an Soros inakzeptabel. Es war ein Fehler, ihn zu benutzen.
Gleichwohl stelle ich fest: Die Empörung über meine Äußerung wird von einschlägig bekannten Israel-Kritikern getragen, die in der Debatte um Antisemitismus wiederholt Positionen vertreten haben, die einer klaren Einordnung israelbezogener Erscheinungsformen als antisemitisch widersprechen.
Bax wird regelmäßig publizistisch für eine Israel-Kritik kritisiert, die antisemitische Elemente weitgehend ausblendet. So steht er etwa der Einordnung der Boykott-Bewegung gegen Israel (BDS) als antisemitisch entgegen. Ähnliches gilt für die Autoren Hannes Schrader und Nikolai Antoniadis eines „Spiegel“-Artikels (Dezember 2025), der – entgegen den gewohnten journalistischen Standards des Magazins – unsere jüdischen Mitarbeiterinnen persönlich und in sexistisch anmutender Weise diffamierte, um ihre Qualifikation und damit die Arbeit des Zera Instituts insgesamt infrage zu stellen.
Dieses publizistische Über-Engagement gegen das Zera Institut rührt nicht daher, dass es von einer Antisemitin geleitet würde. Im Gegenteil: Diese Journalisten stören sich offenbar daran, dass das Zera Institut Antisemitismus – insbesondere in seiner gegenwärtig dominanten Erscheinungsform, dem israelbezogenen Antisemitismus – bekämpft und dabei ausdrücklich auch linksextreme und islamistische Ausprägungen benennt.
Das Zera-Institut arbeitet auf Grundlage der IHRA-Definition. Unsere Arbeit ist dokumentiert und steht öffentlich zur Prüfung bereit.
18.02.2026