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Inside The Writers Room – Jüdische Literatur als Raum für Begegnung, Empathie und Perspektivwechsel

Literatur kann mehr als Geschichten erzählen: Sie kann Menschen zusammenbringen, innere Bilder verändern, neue Perspektiven öffnen und kulturelle Selbst- und Fremdwahrnehmungen sichtbar machen. In diesem Workshop nähern wir uns jüdischer und israelischer Literatur als einem besonderen Resonanzraum – nicht über Erklärungen von außen, sondern über Texte, Stimmen und Erfahrungen, die uns unmittelbar begegnen.

Gemeinsam mit Ariella Chmiel und Linda Rachel Sabiers gehen wir der Frage nach, was Literatur bewirken kann, wie sie Empathie ermöglicht und warum es (vielleicht) wichtig ist, überhaupt von „jüdischer Literatur“ zu sprechen.

Inhalte des Workshops:

  1. Was kann Literatur bewirken?
    Wir starten mit einem praxisnahen Blick aus der Literaturvermittlung: Was prägt Begegnungen mit Autoren und Texten? Was meinen wir, wenn wir „jüdische Literatur“ sagen – gibt es diese Kategorie überhaupt, und wenn ja, wozu? Wir sprechen darüber, wie Literatur Räume für Verständnis öffnet und welche Rolle dabei jüdische und israelische Literatur spielen: ähnlich und doch nicht gleich. Ergänzend geben wir einen kurzen Überblick über Hintergründe, Einordnungen sowie ausgewählte Fakten und Kontexte.
  2. Interaktion I: Texte im Gespräch
    Anhand kurzer Textausschnitte (je 1–2 Absätze) aus unterschiedlichen Werken lesen wir gemeinsam und kommen ins Gespräch:
    Welche Emotionen löst der Text aus?
    Welche Perspektive eröffnet er?
    Was erfahre ich über jüdisches Leben, ohne dass es erklärt werden muss?
    Im Mittelpunkt steht der Austausch – offen, neugierig und ohne Vorwissen.
  3. Interaktion II: Vorurteile im Raum
    Im zweiten interaktiven Teil arbeiten wir mit Karten, die typische Sätze und Stereotype aus Literatur und Alltagsdiskurs aufgreifen – und schauen darauf, wie Literatur solche Klischees bestätigt, reproduziert oder bewusst aufbricht. Das Format ist niedrigschwellig angelegt und greift Elemente aus dem „Coffee with a Jew“-Ansatz auf: Was klingt vertraut, was ist Klischee, was überrascht? Wie sprechen wir darüber, ohne zu moralisieren – aber mit Klarheit?
  4. Q&A und Abschluss
    Zum Ende bleibt Raum für Fragen, Vertiefung und gemeinsame Schlussgedanken: Was nehmen wir aus den Texten mit, was bleibt hängen, was verändert sich?

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten – unabhängig von Vorwissen. Im Zentrum stehen Begegnung, Gespräch und die Erfahrung, dass Literatur Perspektiven verändern kann, oft leise, aber nachhaltig.

  • Date : 3. Februar 2026
  • Time : 18:00 - 20:00 (Europe/Berlin)
  • Venue : wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Gefördert vom
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