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In einem „taz“-Artikel von Daniel Bax wird berichtet, ich hätte den jüdischen Milliardär und Philanthropen George Soros in den sozialen Medien als „Parasiten“ bezeichnet. Dieser Vorwurf trifft zu. Ich bedaure die Äußerung von Anfang 2024 ausdrücklich. Der Begriff ist antisemitisch konnotiert und auch im Rahmen von Kritik an Soros inakzeptabel. Es war ein Fehler, ihn zu benutzen. 

Gleichwohl stelle ich fest: Die Empörung über meine Äußerung wird von einschlägig bekannten Israel-Kritikern getrieben, die dadurch auffallen, dem Kampf gegen Antisemitismus oftmals entgegenzustehen.

Bax steht publizistisch für eine Israel-Kritik, die ihre antisemitischen Elemente weitgehend ausblendet. Beispielsweise steht er der Einordnung der Boykott-Bewegung gegen Israel (BDS) als antisemitisch entgegen. Ähnliches gilt für die Autoren eines „Spiegel“-Artikels (Dezember 2025), der – entgegen journalistischen Standards des Magazins – unsere Social-Media-Mitarbeiterinnen persönlich (und sexistisch) diffamierte​, um ihre Qualifikation und damit die Arbeit des Zera Instituts an sich anzuprangern.

Dieses publizistische Über-Engagement gegen das Zera Institut scheint nicht daher zu rühren, dass es von einer Antisemitin geleitet wäre. Ganz im Gegenteil: Diese Journalisten stören sich offenbar daran, dass das Zera Institut Antisemitismus insbesondere in seiner gegenwärtig dominanten Erscheinungsform, dem israelbezogenen Antisemitismus, bekämpft. Und: dass es dabei ausdrücklich auch linksextremen und islamistischen Antisemitismus unter die Lupe nimmt.

Das Zera-Institut arbeitet auf Grundlage der IHRA-Definition. Unsere Arbeit ist dokumentiert und steht öffentlich zur Prüfung bereit.

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