Extremismus, Sprache und Verantwortung – Rückblick auf den Abend vom 29. Januar 2026
Am 29. Januar 2026 kamen Gäste im Rahmen einer Veranstaltung des ZERA Institute in der Alten Münze in Berlin zusammen, um über die Rolle digitaler Räume bei Radikalisierung, Antisemitismus und der Normalisierung von Gewalt zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Maral Salmassi und Mark Pinhasov präsentierte Prof. Benjamin Folit-Weinberg zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts „Extremismus und Angriffe auf die Demokratie: Online-Radikalisierung, Antisemitismus und KI“ und übernahm die Vorstellung krankheitsbedingt für den Forschungsleiter Dr. Matthias J. Becker.
Im Zuge des Abends wurden zudem Report 1 und Report 2 veröffentlicht, die erstmals empirisch zeigen, wie illiberale Diskurse im digitalen Mainstream entstehen – und diese Befunde in eine politik- und praxisorientierte Forschungsagenda überführen.
Im anschließenden Panel „Worte haben Konsequenzen“, moderiert von Maral Salmassi, diskutierten Seyran Ateş, Ariella Chmiel, Rebecca Schönenbach und Ahmad Mansour über Verantwortung, Sprache und die Grenzen der Toleranz gegenüber extremistischen Ideologien.
Der Abend endete mit einem offenen Get-together und weiterführenden Gesprächen. Wir danken allen Gästen, Panelistinnen und Panelisten sowie unseren Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Engagement.
Worte haben Konsequenzen: Kultur, Narrative und Verantwortung im Umgang mit Antisemitismus und Extremismus
Maral Salmassi moderierte das Panel „Worte haben Konsequenzen: Kultur, Narrative und Verantwortung im Umgang mit Antisemitismus und Extremismus“ mit folgenden Gästen:
- Seyran Ateş, Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin, Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin
- Ariella Chmiel, Politologin und Mitgründerin von Coffee with a Jew
- Rebecca Schönenbach, unabhängige Beraterin im Bereich Terrorismusbekämpfung und Extremismusprävention
- Ahmad Mansour, israelisch-deutscher Psychologe und Autor arabisch-palästinensischer Herkunft